Fixpoetry

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Zentripedal

Redaktion: 

Neues aus der Parasitenpresse: Karin Fellner: eins: zum andern. Gedichte.

„Wie kann es gelingen, Stimmenvielfalt und assoziatives Sprechen (samt Sprüngen und Lücken) mit genug poetischer 'Zentripetalkraft' auszustatten, sodass ein Gedicht sich auffächert und zusammenhält? Wie also kann ich die poetischen Kategorien 'Dichte' und 'Offenheit' gleichzeitig realisieren?“, hat sich Karin Fellner beim Schreiben der neuen Gedichte gefragt. Dass es ihr gelungen ist, bezeugt dieser Band und bestätigt Barbara Köhler: „und immer wieder entfaltet es sich, so fasslich, greifbar und haltlos, so selbstverständlich und fremd, großartig fremd und gelassen, fremd gelassen kommt das andre zum einen (zu einem, zu einer), in vertraute umgebungen, entfaltet sich, ist da, macht staunen. will nicht, kann.“

 

magst du aufmachen, dich oder mich, und wohin, fragst du vielleicht,
gibt es Schlüssel, er- oder entschließt sich Sinn, umzugehen, womit? 

ob ziehend etwas passiert, durch deine, meine Spalten vorüberstürmt
oder stört, ein Tier, vielleicht Stör, eine Strömung?

sind mehrfache Gänge vorhanden? öffnen sich unter der Hand
dir entgegen, entsteht eine Wendel, verändert, zu welchem Ende? 

magst du möglicherweise diese Vorsätze, -fragen fassen
und hinter dich oder mich hinter dir fallen lassen? 

 

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