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GEGENWARTSPROOF: Gertrud Kolmar

Redaktion: 

Lesung & Gespräch mit Esther Dischereit Autorin, Berlin | Orsolya Kalász Autorin, Berlin | Anja Utler Autorin, Prag | Moderation Beate Tröger Literaturkritikerin, Frankfurt am Main im Haus für Poesie am 09. Mai um 19.30 Uhr Knaackstr. 97, D-10435 Berlin.

© Deutsches Literaturarchiv Marbach Gertrud Kolmar (geboren 1894 in Berlin, ermordet 1943 in Auschwitz) ist aufgewachsen in einer assimilierten Familie des preußisch-jüdischen Bürgertums. Walter Benjamin, der ihr Talent früh erkannte und sie förderte, war ihr Cousin. Unter Kennern gilt Kolmar als eine der bedeutendsten deutsch-jüdischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. In der allgemeinen Wahrnehmung bleibt sie dennoch im Schatten von Else Lasker-Schüler und Nelly Sachs.

Ihr erster Gedichtband erschien 1917 und blieb weitgehend unbeachtet. Ende der 20er Jahre fand sie zu ihrer eigenen Sprache. Es entstanden ihre großen Zyklen: Das preußische Wappenbuch, Weibliches Bildnis, Tierträume, Mein Kind und Bild der Rose. Es sind vor allem Tier- und Dinggedichte, die auf einzigartige Weise den romantischen Volksliedton variieren und moderne französische Einfüsse in sich aufnehmen. Für die Veröffentlichung ihres zweiten Bandes wurde der Verlag von den Nationalsozialisten geächtet, ihr dritter Band wurde nach dem Novemberpogrom 1938 eingestampft. Am 2. März 1943 wurde Gertrud Kolmar nach Auschwitz deportiert. Dieser Tag wurde offziell als ihr Todesdatum festgelegt.

Über die Bedeutung des dichterischen Werks von Gertrud Kolmar sprechen die Dichterinnen Orsolya Kalász, Anja Utler und Esther Dischereit mit der Moderatorin.

 

 

 

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