Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Meerweins Collagen

Redaktion: 

Der Konstrukteur (Selbstportrait), El Lissitzky, 1924 © Foto: Gerhard Meerwein (Quelle: arp museum)

Das Sammeln von Papier in seinen unterschiedlichen Alltagserscheinungen sowie die Neubewertung von Ausschnitten und Fragmenten durch das Wegnehmen oder Hinzufügen bilden die Grundlagen der Collage. Als künstlerisches Prinzip in der Avantgarde und vor allem vom Dadaismus in die Geschichte der Kunst eingeschrieben, schuf die experimentelle und offene Herangehensweise eine Möglichkeit, unterschiedliche Zeit- und Wirklichkeitsebenen miteinander zu verknüpfen.

Das Sammeln von Collagen machte sich Gerhard Meerwein zum Prinzip, folgte über fast vier Jahrzehnte der künstlerischen Technik und trug so seine einzigartige Sammlung zusammen. Über 400 Collagen sowie die parallel zur Sammlung gewachsene Bibliothek wurden 2015 vom Architekten, Innenarchitekten und emeritierten Professor der Hochschule Mainz dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck als großzügiges Geschenk übergeben.

Der Erste Ausschnitt konzentrierte sich auf die Persönlichkeit des Sammlers, bildete thematische Schwerpunkte der gesammelten Collagen ab. Im Mittelpunkt des Zweiten Ausschnitts standen zeitgenössische Positionen, mit denen der Sammler über Jahre fortwährend, auch freundschaftlich wie künstlerisch, in Verbindung stand. Schließlich verbindet der jetzt ausgestellte Dritte Ausschnitt die Sammlung Meerwein mit dem Bestand des Museums und bildet die künstlerischen sowie geschichtlichen Schnittmengen ab, die die Faszination der Collage ausmachen.

Mehr aus der Fix Zone



Juli 2019



Juni 2019



Mai 2019



April 2019



März 2019



Februar 2019



Januar 2019