Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Die BrotfabrikLiteratur im Oktober 2019

Redaktion: 

Im Oktober steht das Programm der BrotfabrikLiteratur ganz im Zeichen des Schreibens über sich selbst, das immer eine (innere oder äußere) Migration zum Thema hat und beständig das »eigene Tun und Denken einem möglichen Blick« (Foucault) aussetzt. Die Lesenden im Oktober verstehen es allesamt, die Grenzen von Sprachen und Ländern zu überschreiten und damit normative Sozialverhältnisse herauszufordern. (Alexander Graeff)

 

Mittwoch 23.10.2019 • 19.30 Uhr • Neuer Salon
»Lässig-aggressive Positionen« – Lesung mit Lutz Flörke und Michael Kanofsky

Wer aus sich eine Hauptperson machen will, muss sein Leben als Geschichte erzählen. So geht es HP in »Das Ilona-Projekt« (duotincta, 2018), der auf der Terrasse einer Bar in Taormina davon träumt, endlich die Hauptperson seines eigenen Lebens zu werden. Auch im Roman »Engel im Schatten des Flakturms« (duotincta, 2019) denkt der namenlose Ich-Erzähler über eine Veränderung seines Lebens nach. Er soll die Berliner Wohnung seines verstorbenen Freundes erben. Dort findet er schließlich drei Briefe, die ihn um die halbe Welt führen werden.

Zwei Romane, zwei Positionen, ein Verlag. Die Romane des Abends müssen als unterschiedliche Positionen gelesen werden, auch wenn beiden vordergründig die Bewegung und das Reisen als Gegenstand dient. Beide Romane fokussieren das Schreiben, den Akt des Erzählens selbst. Die lässig-aggressiven Positionen handeln dabei nicht von Befindlichkeit, vielmehr sind sie angriffslustig und voller Nonchalance.

Moderation: Jürgen Volk

Michael Kanofsky wurde in Fürth geboren. Er lebt und arbeitet seit 2016 in Berlin, davor viele Jahre in Wien. Nach einem Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften in München wurde er Werbetexter und Autor. Es folgten Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Letzte Veröffentlichung: »Wien Europa Mitte« in Lettre International 125.

Lutz Flörke studierte Literaturwissenschaft und promovierte zum Dr. phil. Seitdem arbeitet er als Autor, Performer und Dozent. Sein Erzählband »Alles so schön grün hier« (Shoebox House, 2016) entstand in Zusammenarbeit mit Vera Rosenbusch. Bei duotincta erschien Lutz Flörkes Debütroman »Das Ilona-Projekt«. Er lebt in Hamburg.

Eintritt: 6,- / ermäßigt 4,- Euro

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Donnerstag 24.09.2019 • 20.00 Uhr • BrotfabrikBühne
PARATAXE presentation: Rasha Abbas und Jayrôme C. Robinet

In welchen Sprachen schreibt Berlin? Berliner Autor*innen, die in anderen Sprachen als Deutsch schreiben, werden in Lesung, Gespräch und deutschen Übersetzungen vorgestellt. Diesmal mit Rasha Abbas (Syrien/Berlin) und Jayrôme C. Robinet (Frankreich/Berlin).

Rasha Abbas, geboren 1984, ist eine syrische Journalistin und Autorin. Sie lebt seit 2015 in Deutschland und in den Niederlanden. Für ihre Kurzgeschichten und Erzählungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. In deutscher Übersetzung erschienen bei mikrotext 2016 ihr viel beachteter Erzählband »Die Erfindung der deutschen Grammatik« und 2018 ihr zweiter Erzählband »Eine Zusammenfassung von allem, was war«.

Jayrôme C. Robinet, geboren 1977 in Nordfrankreich, ist Spoken-Word-Künstler, Autor und Übersetzer. Sein Einpersonenstück »Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht« wurde 2015 im Maxim Gorki Theater uraufgeführt. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Derzeit sorgt sein Buch »Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund« (Hanser, 2019) für Furore.

Moderation: Martin Jankowski

PARATAXE ist eine stadtweite, polylinguale Veranstaltungsreihe der Berliner Literarischen Aktion e.V. und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Eintritt: 5,- / ermäßigt 3,- Euro

 

 

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