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Lose Leute

Redaktion: 

Interessante Neuerscheinung im Wilhelm Fink Verlag:
Julia Amslinger, Franz Fromholzer, Jörg Wesche (Hg.): Lose Leute: Figuren, Schauplätze und Künste des Vaganten in der Frühen Neuzeit.

„Los/ loser/ ein loser Mensch/ homo subtilis, it, astutus, it, homo semissis der nicht viel werth.“ Justus Georg Schottelius, Ausführliche Arbeit Von der Teutschen HaubtSprache. 1663.

Anhand von literarischen und historischen Textzeugen des 16. bis 18. Jahrhunderts beschreibt das Buch ›lose Leute‹ und ihre Künste jenseits der abwertenden Sammelkategorie des Vagabunden. Erstmals systematisch sichtbar gemacht wird auf diese Weise die kulturdynamische Bedeutung frühneuzeitlicher Mobilität.

›Lose Leute‹: Mit dieser Formel Harsdörffers unternimmt das Buch die (literar-)historische Bestandsaufnahme eines Gattungs- und Medienhorizonts des Vaganten, der sich von indizierenden Quellen (z. B. Liber vagatorum) über fiktionale Genres (z.B. Schelmenroman, Fastnachtspiel) bis zu ephemeren Textzeugen (z.B. Flugblatt, Theaterzettel) erstreckt. Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion zeitgenössischer Existenz- und Ausdrucksformen des Vaganten in Literatur, Musik und bildender Kunst. Auf diese Weise konturiert sich frühneuzeitliche Mobilität als neuer Forschungsgegenstand.

Leseprobe

Besprechung von Martin Lüdke in der faustkultur

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