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Hugo-Ball-Preis 2020 geht an Bov Bjerg / Förderpreis für Kinga Tóth

Redaktion: 

Der Schriftsteller und Kabarettist Bov Bjerg erhält den Hugo-Ball-Preis der Stadt Pirmasens. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro verbunden und wird im Rahmen einer öffentlichen Matinee am 23. Februar 2020 – dem Tag nach Hugo Balls Geburtstag – im Forum Alte Post verliehen.

Rolf Böttcher, so sein bürgerlicher Name, wurde 1965 in Heiningen (Landkreis Göppingen) geboren. Er studierte Linguistik, Politik- und Literaturwissenschaften in Berlin und Amsterdam. Er ist Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Mit Freunden gründete er verschiedene Berliner Lesebühnen: Dr. Seltsams Frühschoppen, Mittwochsfazit, Reformbühne Heim & Welt. Sein erster Roman hieß „Deadline“, sein zweiter „Auerhaus“, letzterer ist von verschiedenen deutschen Theaterhäusern adaptiert und inszeniert worden.

Bov Bjerg © Milena Schlösser „Bov Bjerg erhält den Hugo-Ball-Preis 2020 der Stadt Pirmasens für sein vielseitiges Werk als gesellschaftlich schreibender und handelnder Erzähler, als Autor der eingreifenden Performance in bester politischer Dada-Tradition“, so die Begründung der Vorschlagskommission. Ihr gehören der Berliner Drehbuchautor, Filmregisseur und Hörspielmacher Alfred Behrens, der in Wien lebende Kulturwissenschaftler und Philosoph Professor Dr. Thomas Macho sowie der freie Autor und Journalist Dr. Uwe Wittstock an.

Kinga Tóth, Foto: Richard Lutzbauer Daneben wird ein mit 5 000 Euro dotierter Förderpreis an die deutsch-ungarische (Klang-) Poesie-Illustratorin, Sprachwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Übersetzerin Kinga Tóth (36) vergeben. In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitet sie oft spartenübergreifend. Darüber hinaus ist sie Songwriterin und Frontfrau des Projekts Tóth Kína Hegyfalu sowie unter anderem Vorstandsmitglied des József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller. Die experimentelle Poesie und ihre Auftritte erinnern die Jury an die dadaistischen Performances im legendären Züricher Cabaret Voltaire.

Mit dem Preis wird das Gesamtwerk des in Pirmasens geborenen Schriftstellers Hugo Ball (1886-1927) gewürdigt, der u.a. 1916 im Züricher Cabaret Voltaire mit Dada eine der wichtigsten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts begründet hat. Zu den früheren Trägern der Auszeichnung, die seit 1990 verliehen wird, gehören Oskar Pastior, Cees Nooteboom, Robert Menasse, Klaus Wagenbach, Patrick Roth, Feridun Zaimoglu, Max Goldt, Andreas Maier, Thomas Hürlimann und zuletzt Ann Cotten.

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