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Alfred Kolleritsch Gedichte

Redaktion: 

Neu  bei Wallstein: Alfred Kolleritsch: Die Nacht des Sehens. Gedichte. Mit einer Nachbemerkung von Michael Krüger, erschienen in der Edition Petrarca (hg. von Hubert Burda, Peter Hamm, Peter Handke, Alfred Kolleritsch und Michael Krüger)

Alfred Kolleritschs Gedichte sind die Gedichte eines Einzelgängers ohne Schule, der seinen eigenen Weg verfolgt. In den zumeist kurzen, reimlosen Gebilden dieses Bandes vereinen sich philosophische Einsichten, Liebesanrufungen, Zeitgenössisches, Reflexionen über Zeit und Tod sowie Naturerfahrungen.
Die Landschaft des Gedichts ist dabei eine wundversehrte, die Gedichte handeln von Schmerz, Abschied und Verlust. Die Gedichte zeichnen sich durch ihren spezifischen Ton aus, der trotz aller Brüche, Abgründe und Trennungen gleichmäßig bleibt und in dem die Gedichte ihren Gegenständen nachspüren. Die Melodie dieser Gedichte gibt dabei vor, wie diese zu lesen sind. Erst durch den Nachvollzug der sprachlichen Bewegung erschließen sich dem Leser die Gedichte ganz, ohne dass sich diese auf eine Pointe zubewegen.

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Zu Kolleritsch ist Verschiedenes nachzulesen auf dem wundervollen planetlyrik.

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Januar 2020