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Sonettarium

Redaktion: 

Kleine Presseschau: Die Connewitzer vermeldet eine schöne Rezension von Gustav Seibt zu einem jüngst erschienenen Band Sonette von Andreas Reimann in der Süddeutschen:
„Wer ist der beste lebende Sonettist in deutscher Sprache? Wir behaupten mal kühn: Der 73 Jahre alte Leipziger Dichter Andreas Reimann. Er bekommt gerade eine schöne Werkausgabe, und da glitzert "Das große Sonettarium" (Connewitzer Verlagsbuchhandlung) mit über 150 Gedichten besonders hell. Und nein, es geht nicht nur um DDR und Osten: "Als wäre lava vormals stufenweise/ und sich zerteilend hier hangab geflossen/ und habe eine straße fest, doch leise/ bevor sie aus der stadt lief, abgeschlossen." So beginnt ein Sonett über die Spanische Treppe in Rom. Die Katzen der Ewigen Stadt schimmern so: "Am mittag, wenn die Sonne gleißnerisch/ auf trümmerbrüche setzt den flimmer-glimmer,/ dann räkeln auf den eignen gräbern sich/ die römischen matronen, träg wie immer.// Nur sind sie freilich neugebor'n als katzen ...".

PS: Der beste lebende Sonettist deutscher Sprache? Ich würde da immer gerne Thomas Kunst empfehlen!

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