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I was a Robot

Redaktion: 

Frühes, zeittypisches Beispiel aus der Populärliteratur (Quelle: Museum Folkwang)

Noch bis Mitte März im Museum Folkwang: I was a Robot - Science Fiction und Popkultur.

Ungehemmter Fortschrittsglaube und grenzenlose Wissenschaft einerseits, Dystopien und Weltuntergangsszenarien andererseits: Seit Generationen bewegen uns die Fragen nach der Zukunft der Menschheit in einer sich rasant technisierenden Welt. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Literatur heraus das Genre der Science-Fiction, die sich massenmedial ausbreitet. Ihre fantastischen Zukunftsvisionen und Mensch-Maschinen ziehen uns bis heute in Büchern und Kunst, Filmen und Musikvideos, Comics und Computerspielen in ihren Bann.

Die Ausstellung I was a Robot richtet innerhalb des großen Themenfeldes der Science-Fiction den Fokus auf die menschenähnlichen Apparate und spannt den Bogen von frühen Darstellungen bis in die Gegenwart, in der Roboter sich zu Cyborgs, künstlichen Kreationen und künstlicher Intelligenz entwickelt haben. Sie ermöglicht einen aktualisierten Blick auf das Genre und bietet die Möglichkeit, die Zukunftsbilder der Vergangenheit ebenso anzuschauen wie die unserer Gegenwart. In acht Kapiteln untersucht die Ausstellung die große Fülle an Bildfindungen und Interpretationen, die die Science-Fiction zum Roboter hervorgebracht hat. Die Themenfelder reichen von ›Schöpfung und Funktion‹ über ›Ironie und Poesie‹, ›Serielles und Wiederholung‹, ›Künstliche Kreation und Künstliche Intelligenz‹ bis hin zu ›Cyberpunk und dem Tod der Menschheit‹. Umschlaggestaltungen für Magazine und Illustrationen, Plakate, Filme, Objekte und Video-Spiele entführen in Bildwelten, in denen Roboter und Mischwesen zu Metaphern unserer eigenen Entfremdung werden. Sie geben nicht zuletzt einen faszinierenden Einblick in die popkulturellen Erzeugnisse der Science-Fiction.

Ist der Roboter nun Freund oder Feind des Menschen, verbessert er unser Leben oder macht seine Entwicklung den Menschen irgendwann überflüssig? Ist er vielleicht selbst angesichts von Digitalisierung, Körperimplantaten und künstlicher Intelligenz ein Auslaufmodell? Mit dem Fortschreiten technologischer wie digitaler Entwicklungen rücken die Visionen und Szenarien der historischen Science-Fiction immer näher an unsere heutige Lebenswirklichkeit heran. Gleichzeitig verändern sich die Utopien und Dystopien in der Wissenschaft wie in der Science-Fiction fortwährend.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der Edition Folkwang/Steidl.

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