Fixpoetry

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Stadtsprachen # 13

Redaktion: 

 

Die Berlinerische Literarische Aktion vermeldet:fristgemäß zum Freitagabend erscheint die neuste, 13. Ausgabe unseres stadtsprachen magazins! Mit 21 Texten in elf Sprachen (neben den deutschen Versionen auch in Englisch, Hebräisch, Spanisch, Französisch, Bulgarisch, Portugiesisch, Serbisch, Griechisch, Russisch und Georgisch) von 21 Autor*innen (9 Männer, 12 Frauen - siehe Grafik) und 10 Übersetzer*innen. (>> Bitte ab Freitagabend bzw. am Wochenende dann wieder auf diesen Link hier klicken... das stadtsprachen magazin erscheint übrigens bereits im vierten Jahr = vielsprachig und NUR online!)“

Dazu hier des Editiorial von Herausgeber Martin Jankowksi:
"Im letzten Sommer gab es eine interessante Begegnung mit unseren Freunden von der Latinale, bei der Gabriela Cabezón Cámara aus Berlins Partnerstadt Buenos Aires auf die Berliner Autorin Lucy Fricke traf. Gabriela, die dann auch für den internationalen Man Booker Prize des letzten Jahres nominiert wurde (ebenso wie übrigens erneut stadtsprachen-Autorin Samanta Schweblin), schrieb für diese Begegnung mit dem Titel Topografien des Künftigen einen erstaunlichen Text über Berlin, den wir aus guten Gründen in die aktuelle stadtsprachen-Ausgabe aufgenommen haben: Pflanzenextase.

„Er ist in Deutschland aufgewachsen, ist ein deutscher Schriftsteller georgischer Herkunft, aber sein ganzes Denken war westeuropäisch-deutsch, obwohl er auch alle anderen westeuropäischen Sprachen sprach, also Englisch, Italienisch, Spanisch.“ sagt der Berliner Publizist Ekkehard Maaß (seit 1977 Betreiber des dienstältesten Literarischen Salons unserer Stadt) zum Tod des großen Berliner Schriftsteller Giwi Margwelaschwili am 13. März. Seine Rede zur Beisetzung des Dichters auf dem Heiligen Berg Matsminda, im Pantheon für Schriftsteller und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, in Tiflis, haben wir zu Ehren dieses ungewöhnlichen Autors in unser Magazin ebenso aufgenommen, wie zwei von dessen Texten. Margwelaschwili (der übrigens deutsch schrieb) habe mit der Nazizeit und der Sowjetherrschaft zwei totalitäre Regime erlebt und die Erfahrung gemacht, wie ideologische Texte zur Machtsicherung und Unterdrückung analysiert wurden. Sein Lebenswerk wird seit vielen Jahren vom Berliner Verbrecher Verlag betreut und veröffentlicht. Wie kaum eine andere literarische Persönlichkeit verkörpert dieser Autor die Verflechtung der internationalen Literaturszene Berlins der Gegenwart mit der europäischen Geschichte sowie das Ineinanderfließen von Sprachen und kulturellen Identitäten im pulsierenden Literaturleben unserer Stadt – wovon auch die Beiträge dieser Ausgabe vielstimmig Zeugnis abgelegen.

Denn natürlich pulsiert und lebt die Berliner Literatur auch in den Zeiten des Corona-Shutdowns weiter. Die vielen wunderbaren Literaturtreffs und Lesungen sind derzeit zwar ausgesetzt oder in Online-Aktionen umgewandelt. Aber gelesen und geschrieben wird mehr denn je. Das Marketing und das bunte Treiben mögen in der Krise sein; aber Nachdenken, Formulieren und Verstehen haben jetzt ihre große Zeit. Denn Literatur ist Text, und der, ganz egal in welcher Form, webt und fließt immer und unaufhörlich.“

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