Fixpoetry

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Wirkliches Leben

Redaktion: 

Neuerscheinung bei Hanser: Michael Hampe: Die Wildnis, die Seele, das Nichts. Über das wirkliche Leben.

Klappentext:
Ein faszinierendes philosophisch-literarisches Gedankenspiel, das anregt, die Maximen des eigenen Lebens zu überprüfen.
Wie finden wir das wirkliche Leben? Im Rückzug in unberührte Natur? Nach dem Tod in der Unsterblichkeit? Durch das Leben unserer Kinder? Diese Fragen treiben auch den fiktiven Lyriker und Philosophen Moritz Brandt um. Sein Freund Aaron sortiert dessen Nachlass, stößt dabei auf Tagebücher und Essays, in denen Brandt über das wirkliche Leben nachdenkt. Je mehr er sich aber in diese Texte vertieft, desto häufiger fragt sich Aaron: Woher kommt der Wunsch, sich zu verwandeln, wirklich zu werden? Meisterhaft verknüpft Michael Hampe Erzählung und Reflexion, damit wir erkennen, wie uns die Unterscheidung zwischen Schein und Wirklichkeit daran hindert, mit unserem Leben klarzukommen.

„Wenn man dem zustimmend zitierten Hans Blumenberg glaubt, dass der Abstraktionsgrad philosophischer Begriffe dazu dient, sich individuelles Erleben nach Kräften vom Leib zu halten, könnte man umgekehrt behaupten, dass Literatur ihre Macht daraus bezieht, subjektive Wahrnehmung so unters Vergrößerungsglas zu legen, dass etwas nicht minder Allgemeingültiges entsteht.
Und so versucht sich Hampe an einem Schreiben und Denken, in dem sich Philosophie und Literatur gegenseitig beobachten und der jeweils anderen Seite das Feld überlassen, wenn die eigenen Möglichkeiten für erste erschöpft sind. Nur dass hinter beidem ein letztlich Unaussprechliches, als unvermittelt Erfahrenes aufragt, das die Sinnhaftigkeit jeder sprachlichen Verarbeitung in Frage stellt.“ Gregor Dotzauer im Tagespiegel.

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