Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Merkur April 2020

Redaktion: 

Der Merkur schickt seinen Newsletter durch die Lande. „unser Aprilheft ist von der Corona-Krise noch unberührt, dafür sorgen die Vorlaufzeiten von sechs, eher acht Wochen bis zum Erscheinen im Druck. Die Printausgabe wird die Abonnentinnen und Abonnenten voraussichtlich wie gewöhnlich erreichen. In den Bibliotheken und Buchhandlungen wird sie allerdings kaum zugänglich sein. Wir haben uns darum entschieden, das gesamte Heft in digitaler Version einmalig frei zur Verfügung zu stellen. Die Übersicht mit den Links zur Lektüre bzw. zum Download in den diversen Formaten finden Sie auf dieser Seite. Aktuelle Texte zu Corona finden sich allerdings bereits im Blog - Näheres dazu weiter unten.

Das Heft eröffnet mit einem großen Rezensionsessay zur (bislang nur auf Englisch erschienenen) Susan-Sontag-Biografie von Benjamin Moser: Hedva bespricht darin nicht einfach das Buch, sondern schildert die von Ambivalenzen nicht freie Haltung einer Generation queerer Bewunder*innen von Sontag. Andreas Fischer-Lescano sucht nach Denkmöglichkeiten, das Recht als Pluriversum zu begreifen - und so weder in die Falle des Universalismus noch in die des Kulturrelativismus zu gehen. Thüringen ist ein sehr spezieller Fleck Erde: In einem essayistischen Parforceritt durch die Geschichte versucht Moritz Rudolph, Vorder- und Hintergründe zu erklären.

Johanna Nuber nutzt das Erscheinen der Gesamtausgabe der Erzählungen von Clarice Lispector für einen eindringlichen Hinweis auf das einzigartige Werk der brasilianischen Autorin. Mark Moffett versucht als Verhaltensbiologe, menschliche wie tierische Gesellschaften zu erklären - ohne Rückgriff auf die Soziologie. Ewald Terhart hält das für ein gewagtes, aber allemal faszinierendes Unterfangen. Vor dem Hintergrund der Proteste in Hongkong schildert Tilman Baumgärtel, wie sich das wandelnde Verhältnis der Bürger des Stadtstaats zur Polizei im Kinofilm spiegelt. 

Felix Heidenreich gibt einen Überblick über die vielen Facetten von Emmanuel Macrons Digitalisierungspolitik. Mit Nachlassfragen zu Max Frisch befasst sich Thomas Strässle. Marcus Twellmann verfolgt die aktuellen Debatten um kosmopolitische Anywheres und sesshafte Somewheres in die Theoriegeschichte zurück. Und Robin Detje muss bei sich eine "Funktionsstörung" konstatieren."

*

Das Aprilheft ist kostenlos zu lesen

Mehr aus der Fix Zone



Juni 2020



Mai 2020



April 2020



März 2020



Februar 2020



Januar 2020