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Poetry Jazz: Wax and Gold

Redaktion: 

 

Interessante Publikation aus dem Institut für Raumexperimente, erhältlich in den Buchhandlungen von Walther König: Poetry Jazz: Wax and Gold. Poesie-Publikation, erschienen auf Amharisch, Englisch und Deutsch

Es gibt keine Worte ohne eine Welt, die sie umgibt. Diese Netzwerke aus gesprochenen, ausgetauschten, empfangenen und verwandelten Worten erschaffen unsere kollektive Realität. Worte sind mehr als nur das Gesagte, sie stehen für Handlungen.“  Olafur Eliasson

Im Rahmen der langfristigen Kooperation zwischen dem Institut für Raumexperimente in Berlin und Tobiya Poetic Jazz aus Addis Abeba präsentiert die Publikation Poetry Jazz: Wax and Gold Beiträge von Dichter:innen, Sprachschöpfer:innen, Klangkünstler:innen, Musiker:innen, Komponist:innen und Übersetzer:innen aus Äthiopien, Deutschland, Südafrika und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Das vorliegende Buch ist eine Sammlung von Übersetzungshandlungen und doku­mentiert zudem sechs Live-Aufführungen, die abwechselnd in Addis Abeba und Berlin stattfanden: Poesie und Live-Musik verbindend, präsentieren die aufeinander eingespielten Künstler:innen des internationalen Kollektivs unterhaltsame wie zeitkritische Konzerte, die auf der Rezitation und Übersetzung amharischer, englischer und deutscher Texte beruhen und dabei Spoken-Word-Performance und Lyrikvortag mit musikalischen Elementen – von traditioneller äthiopischer Pentatonik-Musik über Jazz bis hin zu Protestliedern und zeitgenössischer elektronischer Musik – verbinden.
Poetry Jazz inspiriert ein involviertes Publikum mithilfe von „Wax and Gold“, einer lyrischen Form und künstlerischen Kommunikationsweise voller vielschichtiger, verborgener Bedeutungen: Die vordergründige, wörtlich verstandene Schicht aus „Wachs“ verbirgt einen Kern aus „Gold“.

Die Poetry-Jazz-Künstler:innen sind gefragte Botschafter:innen, die in unruhigen Zeiten ihrer Zuhörererschaft Geschichten erzählen und Geschichte vermitteln. Das Buch eröffnet einen Blick hinter die Kulissen der Zusammenarbeit und ist gleichzeitig eine widerständige Praxis, die Antworten auf die drängenden Herausforderungen der freien Meinungsäußerung sucht.

Poetry Jazz: Wax and Gold stellt einerseits eine Auswahl an Best-Practice-Beispielen vor, die den Resonanzraum zwischen Bühne und Publikum in Schwingung versetzen, und ermöglicht Einblicke in die Arbeitsmethoden der Mitwirkenden, beleuchtet ihre Abstecher ins Ungewisse, die Untiefen der Übersetzungspraxis und die Prozesse der gemeinsamen Wissensproduktion. Die Gedichte und Texte sind Ausdruck aktiven künstlerischen Wirkens, das Poesie in physische Räume verwandelt, in denen Geschichte fortwährend befragt, verhandelt, neu bestimmt und wieder angeeignet wird.

Mit Beiträgen von Frezer Admasu Molaligne, Olafur Eliasson, Eric Ellingsen, Clara Jo, Mihret Kebede Alwabie, Erica Licht, Robert Lippok, Bekele Mekonnen, Nebiy Mekonnen, Abebaw Melaku, Jorga Mesfin, Ari Benjamin Meyers, Neo Muyanga, Nolly Nesbit, Cia Rinne, Solomon Sahle Tizazu, Rike Scheffler, Robel Temesgen, Misrak Terefe Ergetu, Rediet Terefe Wegayehu, Christina Werner, Uljana Wolf und Meheret Zelleke.

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