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Audens Tal der Finsternis

Redaktion: 

Autogrammkarte: Die Schauspielerin Tilla Durieux nach der Aufführung von Langusten 1967 in München

Wieder nachzuhören beim radiohörer: „Tal der Finsternis“ Von Wystan Hugh Auden.

In einem schattigen Bergtal lebt eine einsame alte Frau zusammen mit ihrer einzigen Lebensgefährtin, einer Hausgans. Mit ihr vertreibt sich die Alte die Zeit, erzählt dem Tier vom Glück und von der Liebe, von der echten und der falschen Freiheit.

Während sie über den Sinn der Existenz von Mensch und Tier philosophiert und das fromme Geläut der Abendglocke vom Dorf herüberklingt, schärft die Alte das Messer und tötet die Gans. Der Monolog der einsamen alten Frau ist im Grunde der misslungene Versuch eines Dialogs, eines Zwiegesprächs zwischen ihr und der schnatternden Gans, zwischen einem Menschen und den Geräuschen seiner Umgebung. Allein Bilder, Erinnerungen und Assoziationsreste sind übriggeblieben von diesem Menschenleben; Fragen nach dem Sinn von Leben und Tod, auf die die Umwelt keine Antwort weiß.

„Tal der Finsternis“ Von Wystan Hugh Auden
Aus dem Englischen von Marianne de Barde und Hanns A. Hammelmann
Regie: Fritz Schröder-Jahn
Komposition: Oskar Sala
Mit Tilla Durieux
Produktion: BR/NDR 1964

Oskar Sala - Mixtur-Trautonium - Klang und Verwendung

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