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Green New Deal

Redaktion: 

Neuerscheinung in der Hamburger Edition : Ann Pettifor : Green New Deal. Warum wir können, was wir tun müssen. Aus dem Englischen von Ursel Schäfer.

»Die Regierungen der Welt müssen keine Steuern erhöhen, um ihre Ökonomien zu verändern und eine Klimakatastrophe zu verhindern.«
 

Der Green New Deal fordert eine radikale Umkehr der derzeitigen Weltwirtschaft einschließlich der Verpflichtung zu Fairness und sozialer Gerechtigkeit. Er hat das Potenzial, eine der größten globalen Kampagnen unserer Zeit zu werden – und er begann in Ann Pettifors Wohnung. Schon im Jahr 2008 wurde dort der erste GND von Pettifor und einer Gruppe von Ökonom*innen entwickelt, der aber angesichts der Turbulenzen des Finanzcrashs zunächst einmal unterging.

Ann Pettifor untersucht nicht nur die Ideen und Grundzüge des Green New Deal, sondern auch wie sie finanziert werden können. Engagiert plädiert sie dafür, die Funktionsweise des Geldes innerhalb des globalen Systems neu zu justieren. Sie fordert, dass wir uns vom Imperativ des Wachstums und von schwarzen Nullen verabschieden, dass wir einen entscheidenden Bruch mit dem neoliberalen Konsens, die expansive Geldpolitik mit der Austeritätspolitik zu verbinden, vollziehen. Nur so ist unser Planet noch zu retten.

Ann Pettifor ist politische Ökonomin und Finanzexpertin. Sie leitet das Netzwerk »Policy Research in Macroeconomics« (PRIME) und ist Mitglied der Organisation »New Economics Foundation«. Dort leitet sie den Forschungsbereich Globale Makroökonomik. Als Executive Director der Beratungsfirma Advocacy International hat Pettifor Regierungen und Organisationen bei Restrukturierungen von Staatsschulden, internationalen Finanzierungen und nachhaltiger Entwicklung beraten.

Eine aktuelle Besprechung findet sich in der taz:

„Dem heutigen politischen Führungspersonal fehle es an Mut und es unterwerfe sich den globalen Finanzinteressen, kritisiert Pettifor. Zugleich mobilisiere die brandgefährliche Situation aber viele progressive Kräfte. Die müssten nun „realistische, rationale und brutal ehrliche Antworten“ geben, wie eine zukunftsfähige Gesellschaft aussehen kann. Dass die Zeit fürs Umsteuern vielleicht nicht mehr reicht, gehöre zur Ehrlichkeit dazu.“ Annette Jensen.

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