Fixpoetry

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Fix Zone

Zwischen den Kriegen

Redaktion: 

Im Brecht-Haus am Mi 08.07. um 19:00:  Buchvorstellung, Lesung, Gespräch, Buchpremiere
»Zwischen den Kriegen. Blätter gegen die Zeit«, erschienen im Wallstein Verlag.
Mit dem Herausgeber Martin Kölbel Lesung Joachim Kersten
Moderation Michaela Nowotnick 

Ende 1952 riefen die Hamburger Jungautoren Werner Riegel und Peter Rühmkorf ein eigenwilliges Zeitschriftenprojekt ins Leben. Da ihnen Verlag, Vertrieb und Kapital fehlten, stellten sie »Zwischen den Kriegen« kurzerhand selber her: als Autoren, Verleger und Vertreiber. Die Auflage betrug niemals mehr als 150 Exemplare, von denen heute nur noch wenige vollständig erhalten sind. Erstmalig sind nun alle 26 hektographierten Hefte in einer umfassend kommentierten Ausgabe erschienen.

Der ideelle Anspruch der Blattmacher kannte keine Grenzen. Ihre Zeitschrift konzipierten sie als eigene Kunstform wider den profitorientierten Literaturbetrieb. Sie belebten dafür den Expressionismus als Maß aller Dichtung neu und begriffen sich als Gründungsväter einer neuen Kunstrichtung, des »Finismus«, dem bis zuletzt nur sie beide und ihre sechs Pseudonyme angehörten. Die mit einfachen Mitteln erstellte Zeitschrift entwickelte sich künstlerisch zur wohl radikalsten ihrer Zeit und wurde ein klandestiner Vorläufer der 1968er-Bewegung.

Eine Veranstaltung der Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld, in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus 

 

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