Fixpoetry

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Redaktion: 

Robert Walser (um 1890) Quelle: Ö1

Anfang September gelaufen in den Tonspuren des Ö1 und derzeit nachzuhören beim radiohörer: „Als wenn es noch einen Weg gäbe“. Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins.Ein Feature von Stefan Weber.

Der Schweizer Poet Robert Walser (1878-1956) geht den Nebenweg, fernab der schnellen Welt, eingebunden ins stille ich. Man sah es den Wegen im Abendlicht an, dass es Heimwege waren. 

Das Zuhause ist dort, wo er nicht ist: in seiner Sehnsucht. Die Wohnadressen wechselt er wie Unterhosen. Er unternimmt Gewaltmärsche. Von der Liebe kann er nur träumen, von seinen ‚Prosastückli‘ in den Zeitungen gerade so leben. Drei Romane nur veröffentlicht er.

Vom literarischen Hochadel verehrt, (Franz Kafka, Elias Canetti, Kurt Tucholsky und vielen anderen), bleibt er im Volk, eben dort wo er atmen könnte, ungelesen. Also verstummt er. Die letzten fast dreißig Jahre seines Lebens verbringt er in den Heil- und Pflegeanstalten von Bern und Herisau. Bei seinem Tod ist er schon so vergessen, dass er später wieder neu entdeckt werden muss.

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