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Neue Protestformen und widerständige Diskurse

Redaktion: 

Saraha Farina bei den Karak Beats 2016 in Dubai (Quelle: Pressematerial KOOKread)

KOOKread am 20. Oktober: Neue Protestformen und widerständige Diskurse mit Sarah Farina, Athena Farrokhzad, Kübra Gümüşay und Eva von Redecker.

 KOOKread widmet sich am 20. Oktober aktuellen Protestformen und einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel. Gemeinsam mit Autorin Athena Farrokhzad, Journalistin und Aktivistin Kübra Gümüşay, Philosophin Eva von Redecker und Musikerin Sarah Farina geht KOOKread der Frage nach, wie Sprache, Literatur und Kunst widerständige Diskurse aufgreifen und diese bereichern können.

Die Veranstaltung findet mit Publikum im ACUD statt und wird zudem live gestreamt.

 Leben wir am Beginn einer neuen politischen Ära? Weltweit organisieren sich aufsehen-erregende Protestbewegungen wie Black Lives Matter, #Metoo oder Fridays for Future, gehen auf die Straße, vernetzen sich digital, in Bezugsgruppen und im Alltag. Sie fordern die Beseitigung von strukturellen Diskriminierungen, soziale Gerechtigkeit, die Beteiligung durch Bürgerräte oder eine radikale und umfassende Klimapolitik. Ausgehend von intersektional-feministischen, antirassistischen, postmigrantischen und postkolonialistischen Ansätzen streben sie nach einem grundsätzlichen Paradigmenwechsel in unseren Gesellschaften, nach sozialen Praktiken für mehr Solidarität, Nachhaltigkeit und Kooperation. Unter den Bedingungen der globalen Pandemie werden diese Kämpfe noch dringlicher.

Welche Rollen können Literatur und Kunst in diesen Diskursen und Protesten einnehmen? Welche zukünftigen Seinsweisen und Gesellschaften schreiben sie konkret schon heute herbei? Und inwieweit denken sie das Utopische, das Revolutionäre?

 In ihrem jüngst erschienenen Buch „Revolution für das Leben (Fischer, 2020) untersucht die Philosophin Eva von Redecker, wie der Kapitalismus die Grundlagen des Lebens und das Leben selbst zerstört, wie wir ein neues Gemeinwesen aufbauen könnten, das auf solidarisch geteilten, sorgsam gehegten Lebensgrundlagen beruht. Die Journalistin und feministische Netz-Aktivisten Kübra Gümüşay widmet sich in ihrem Buch "Sprache und Sein" (Hanser Berlin, 2020) der Suche nach einer veränderten gesellschaftlichen Kommunikation und Sprache, in der Menschen nicht auf Vorurteile und Kategorien reduziert werden, sondern in ihrem Facettenreichtum existieren können. Die schwedische Autorin und Literaturkritikerin Athena Farrokhzad findet in ihrem Gedichtband "Bleiweiß" (kookbooks, 2019) eindringliche Töne für die eigenen inter- und transkulturellen Erfahrungsräume, für Anpassungszwänge in der Fremde, und deren Be-Sprechen als notwendige Überlebensform.

Sarah Farina ist eine internationale DJ, Produzentin, Aktivistin und Promoterin. Ihre Sets und ihre Musik sind inklusiv und ein Genre-ablehnender Stil, den sie Rainbow Bass nennt. Im Projekt Transmission engagiert sie sich für das Hör- und Sichtbarmachen der politischen Relevanz und Geschichte der Club-Kultur. 

 20.10.2020 // 20.00 Uhr
KOOKread: Being with the Living — Neue Protestformen gesellschaftlicher Transformation
Lesung und Gespräch mit Athena Farrokhzad, Kübra Gümüşay und Eva von Redecker
Musik: Sarah Farina
Moderation: Rike Scheffler

Ort: ACUD-Studio | Veteranenstraße 21 | 10119 Berlin
Livestream auf www.acudmachtneu.de
Eintritt vor Ort: 7 € / 5 € (ermäßigt)
Wer vor Ort dabei sein möchte: da wir nur eine begrenzte Platzanzahl haben, bitten wir um Anmeldung unter

KOOKread – Texte, Sounds, Diskurse ist eine Veranstaltungsreihe des unabhängigen Künstler*innen-Netzwerks KOOK e.V. , Projektleitung: Alexander Gumz, Eric Schumacher.  Künstlerische Leitung des Abends: Rike Scheffler

Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Präsentiert von taz und fixpoetry.

KOOK im Netz: kookverein.de | facebook.com/kook.verein

 

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