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Theorie der Gefühle

Redaktion: 

Interessante Neuauflage in der innsbruck university press: Ágnes Heller: Theorie der Gefühle

Hellers Theorie der Gefühle rückt eine Thematik in den Mittelpunkt, die von der Philosophie verdrängt wurde: die Bedeutung von Gefühlen für das menschliche Selbstverständnis und das zwischenmenschliche Miteinander. Das Buch ist eine grundlegende Studie, die phänomenologische Reflexionen und soziologische Recherchen, kultur- und naturwissenschaftliche Zugänge sowie psychoanalytische und neurowissenschaftliche Perspektiven miteinander verknüpft.

Ágnes Heller (1929 – 2019) war Mitarbeiterin von Georg Lukács. Sie beteiligte sich an der ungarischen Revolution von 1956 und erhielt aufgrund ihrer oppositionellen Haltung Berufs- und Schreibverbot. 1977 emigrierte sie nach Australien; 1986 wurde sie auf die Hannah-Arendt-Professur an die New School in New York berufen. Nach ihrer Emeritierung kehrte sie nach Budapest zurück und kämpfte für die liberale Demokratie gegen das autoritäre Regime in ihrem Land. Im Jahr 2015 wurde ihr von der Universität Innsbruck die Ehrendoktorwürde verliehen. In ihrem umfangreichen Werk hat sie sich mit Ethik und Ästhetik, mit Sozialphilosophie und Politischer Theorie, aber auch mit Literatur und Kunst auseinandergesetzt.

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