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Versensporn Nr. 41

Redaktion: 

Neuer VERSENSPORN Nr. 41: Ernst Stadler

Ernst Stadler (1883-1914)
Geboren am 11. August 1883 in Colmar (Oberelsaß). 1886 Umzug der Familie nach Straßburg. Ab Juni 1901 erste Gedichtveröffentlichungen; im Dezember Anschluss an den „Stürmer-Kreis“, eine Gruppe junger Literaten, die eine künstlerische Renaissance im Elsaß herbeiführen will. Ab Sommer 1902 Studium der Germanistik, Romanistik und Vergleichenden Sprachwissenschaft an der Universität Straßburg. Gedichte, Rezensionen und Artikel in den beiden kurzlebigen Publikationsorganen des „Stürmer-Kreises“ Der Stürmer und Der Merker. Zunächst Bewunderung für Friedrich Lienhard, dann beeinflusst von Richard Dehmel, Arno Holz, Detlev von Liliencron, vor allem von Stefan George und Hugo von Hofmannsthal. Im Januar 1904 erste Veröffentlichung von Übertragungen aus dem Französischen in Das Magazin für Litteratur. Im Dezember 1904 erscheint sein erster Gedichtband Praeludien. 1906 Promotion mit einer Dissertation über Wolframs Parzival; 1908 Habilitation an der Universität Straßburg über Wielands Shakespeare. Vom 1. Oktober 1910 an Dozent für Deutsche Sprache und Literatur in Brüssel. Ab 1911/12 Mitarbeit an den Zeitschriften Das Neue Elsaß, Die Aktion und Cahiers Alsaciens. Ende Dezember 1913 erscheint sein zweiter Gedichtband Der Aufbruch. Im März 1914 Berufung an die University of Toronto. Am 31. Juli 1914, nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, Einberufung als Reserveleutnant zum 3. Ober-Elsässischen Feldartillerie-Regiment Nr. 80 in Colmar; Einsatz an der elsaß-lothringischen Front, an der Marne-Front sowie in Flandern. Ernst Stadler fällt am 30. Oktober 1914 bei Zandvoorde, südöstlich von Ypern.
Das Heft bietet insgesamt 50 Gedichte; neben einer Auswahl aus der Gedichtsammlung Der Aufbruch werden auch Gedichte aus Stadlers Frühwerk präsentiert.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt die Reproduktion eines von Heinrich Beecke 1912 geschaffenen Gemäldes von Ernst Stadler bei, rückseitig bedruckt mit einem Stadler nachgerufenen Gedicht von Paul Zech.

 

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