Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

wintergeräusche

ich hör geräusche abwesender amseln,
wenn sie im laub zerreißen. tief
ist der schnee in den boden gesackt.
schritte erschweren den körper.
kleine gestalten huschen über offene felder
und spannen fäden, an denen sich
licht aus den worten zieht, die bald
den mundraum besiedeln. meine köpfe
richten sich an hellen tönen auf. die moos
bewachsenen äste der eichen hängen
an ihren triefenden tüchern. laute des kindes
erzählen den hastigen bewegungen
der arme. augen schärfen sich am lachen.
wie wund sie sich sehen. an einer verborgenen
waldsenke ist das wasser gefroren. darauf
liegen fetzen eines federkleides, weiß
wie schnee schimmert das blut.

 

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