Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

Die Liebenden I1

Die Liebenden sind blaß und zart wie Schaum
Wird nicht die Nacht behutsam abgetragen
Sie aber setzen Alles d’ran und wagen
Den grünen, weiten, ausgespannten Raum

Irrsterne selbsterfundner Herrlichkeit.
Schalkhafte Augen reizend aufgeschlagen
Und die Gedanken sich wie Schwalben jagen –
Wie viel Entwürfe, reif zur Wirklichkeit!

Ja, ihre Weisheit wuchert weit und breit
Von Liebesblitzen zwischen Leib und Leid
Dem Wundervollen allzuleicht ergeben

Entschleiert das Geheimnis in der Zeit
Erscheint mit zwiefachem Gesicht das Leben:
Des Wassers Klarheit wird ihnen entstreben.

  • 1. Montage aus unveränderten Zeilen klassischer deutscher Dichtung. Fundorte: Theodor Däubler „Das Nordlicht“ 1. Teil Kapitel „Perlen von Venedig“, Text: „Die Glanzperle“ / Clemens Brentano „Die Gründung Prags“ 5. Akt / Michael Beer „Struensee“ 2. Akt 6. Szene / Adelbert von Chamisso „Thanatos“ // Clemens Brentano „Die Gründung Prags“ 1. Akt / Joseph von Eichendorff „Die Freunde“ 4. Abschnitt / Gustav Falke „Der Schritt der Stunde wenn Du schlaflos liegst“ / Cornelius Herrmann von Ayrenhoff „Virginia oder das abgeschaffte Decemvirat“ 2. Akt 3. Auftritt // Clemens Brentano „Die Gründung Prags“ 3. Akt / Theodor Däubler „Das Nordlicht“ 2. Teil Kapitel: „Der Ararat“ Text: „Der Ausbruch“ / Clemens Brentano „Die Gründung Prags“ 1. Akt // William Shakespeare „Perikles“ 1. Akt 2. Szene / Michael Beer „Struensee“ 1. Akt 15. Szene / Theodor Däubler „Das Nordlicht“, 1. Teil „Perlen von Venedig“ Text: „Der Wasserfall“.

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