Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

was wie luftloses licht

ausgenommen die gräten. was länglich übrig bleibt,
in autokammern verbleicht. störrisches.
was wie zwischen federn oder knöchelchen sich bohrte
in dünnes. leinen bis leiste. jäh, schreckhaft zäh

als wär eine näherin in mich gezogen.
wissentlich gebettet sticht sie im brustkorb auf
zur luftröhre (kommt von dort licht?) und ab, schnell
dass haut sie bewächst, hält’s dach mit ritzen.

handle with care or else despair. ach, else, else, was blaues! rasch!-

als alarm das rot der ampel mit sich nahm (war’s umgekehrt?)
eine welt beschraubt mit rotem. geschwister, allergieverdächtige.
(allenergie über familien, strömt schwarze löcher voll)
eine mehrung von zeichen, zeitlose widerstände in spitalstraßen

in einem winkel wo häuser: dünen,
krater, steine. als wäre was wie krieg und schlangen: algen,
(rost’ge neugewächse) züngeln vor ausgehöhltem lehm.
erheben sich wächter, graue bäume vor endlich ersehntem licht,

offener bademantel, verlöcherter schuh -
uniformen an halbschlafenden, wächterlos leider trotz tropf.
vor türen majestätisch zu gleiten (voll automatik & respekt),
unerreichbar den halbschlafenden. mein zweiter winkel, auch?

handle with care or else despair. ach else, else, was blaues! rasch!-

der sonne beigemischt in erträglicher menge kleines glück,
zusammengesetzt wie unsichtbares huhn auf schoß. hand
zu fassen was fiele und fällt - meine unruhe vor scherben.
noch ist’s eine scherbe, noch das unklare gilt: luftloses licht

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