Fixpoetry

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Text des Tages

BRACE

was dieser, er hat dich gefickt, hügel getan hat, liebt dich. was dieses geplatzte zahnfleisch rückerstattet wird dich, fickdich, lieben, sehr. streif umher im leeren halt jeder gemachte zug wird annulliert auf leichtem rechtem weg nach oben für ein licht das neu skaliert auf himmelslänge, himmel du erneut gezeichnet jetzt fürs leben, wo welche wolke so verlorner sohn in eisdistanz aufs ölzeug losgelassen aufzutauchen in seitlichem urethan und diskrepant jetzt abgeblättert die reißzähne hündisch hoch zum hügel münzgeworfen in diesen scheißsinnlichen schwanz endlich was für dich gefickt hat liebt dich, karbolineum-nabel, leckt dich zum ersten mal, hält deine enden zwischen seinen zähnen, bereit sich zu verbeugen. nicht mehr oder weniger als alles was er, sie und wer sie sonst noch sind entfaltet uns als für genitalien zu absolut für gesundheit um löslich zu sein welchem tod welcher auch immer für uns aussteht kommt in jedem falle früherem leben gleich während fluchten in reaktionären sex und feuer, obsidian-geädert und elastisch, abdominales origami geliebt zum optimum des eignen fickvermögens, dein gesicht darin zu halten. exit Mubarak aus Tora im einzigartigen fliegenden krankenhaus das zur verfügung stand: der ägyptischen revolution die dich in und aus liebe zu sehr fickt, ihr sehr wunder kadaver steckt, sag: wie zerrissne zahnseide, sag: zwischen deinen zähnen. du liegst in meinem schoß, ich beuge mich runter, lecke deine ewigkeit leuchtet in der karte meines himmels. die ultimative eruption in zahnfleisch ist gleichzeitig milchgebiss, gib leben oder nimms. ich habe so viel scheiße geredet in meinem leben, gute und schlechte, nie ist es zwischen diesen ritzen wahrheit, drüber veredelt, dass man mich veröffentlicht ins leben. aber ohne mich hier wie da könnte sich nichts bessern. was diese offene kommunikation zu beiden seiten auflösen wird als eine in hierarchischen oder auch bürokratischen organisationen präsente strategische hürde am ende von allem: sie fördert vertrauen in die täglichen interaktionen zwischen untergebenen und aufsehern deren geist stärker vereint ist mit, sprachs, der mission, wo es aber gibt gegenseitigen respekt unter allen beschäftigten unabhängig von ihrem jeweiligen offiziellen status, da werden beschäftigte sich nicht fürchten vorschläge zu unterbreiten um arbeitsprozesse zu verbessern, zu vorteil nutzen und wohlgefallen aller in wechselseitigem ertrag. wie sonst wird das gewährte potential in Freud für totale organische erotogenese bis zum letzten rand zur letzten lasche von zytoplasma und dessen limit zu leben ausgelöscht, während in asexueller logik man zumindest beinah frei wäre für ekel angesichts der üblichen nötigung zu geschlechtsverkehr und verkuppelung, doch panromantisch hält dich das. hier sind sechzehn verlorene weiße haare. was das, es fickt dich, ja getan hat liebt dich sehr, via dich ficken und dich liebend ficken und, fickdich, dich lieben, alles gleichzeitig. nichts außer was das, tja, bedeuten könnte wird dabei herauskommen, es schert sich nicht je zu erscheinen außer genau dann. doch mit millionen ohne job, sag es nochmal, du sagst es: was das, es fickt dich, ja getan hat liebt dich sehr, via dich ficken und dich liebend ficken und, fickdich, dich lieben, alles gleichzeitig.

 

(© Keston Sutherland. Aus dem Englischen von Katharina Schultens)

 

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poesiefestival berlin

Gedicht von Lyrikline.orgKeston Suterhland liest am 14.6. bei WELTKLANG – Nacht der Poesie beim 20. poesiefestival berlin. Am 15.6. findet zudem das Poesiegespräch: Keston Sutherland. This Poetry Is Fucked statt.

POESIEGESPRÄCH: KESTON SUTHERLAND. THIS POETRY IS FUCKED
Clubraum, Akademie der Künste am Hanseatenweg
 SA 15.6. | 19.00 | 6/4 €

Keston Sutherland (Großbritannien) Autor im Gespräch mit Katharina Schultens (Deutschland) Autorin

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