Fixpoetry

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Text des Tages

Hunde

Die Sicht gen Himmel ist verdeckt. Überall hier liegen
Tüten. Jungen drehen sich im Kreis. Die Jungen stehen vor dem Block. Die Jungen gehen in den Keller, da ist in der Nacht ein Hundekampf. Einer verliert dabei sein Geld und schon geht es los mit all den Fäusten.

Mit Kotze übergossene Pflanzen. Oder mit Schnee, das tötet jeden hier, die Aussicht nach Stunden einfach nur noch da. Nach Stunden am Fenster. Nach Stunden am Block. Als warte man darauf, an der Luft zu ersticken.

Sie sagten zu mir, du holst dir noch den Tod, steh nicht so da in der Winterluft. Steh nicht im Regen. Hörst du? Lass das! Nicht das und mach das nicht, ich fragte, was dann?

Es gab die Luft. Jeden Tag nur die Luft. Es gab nichts zu tun. Man musste losziehen.

Ich lache und ich setze auf den schnellsten Hund. Die Jungs schreien, gewonnen! Ich verstehe das nicht. Es war nicht der Hund, auf den ich gesetzt habe. Ich lasse das Geld liegen. Ich gehe hinaus.

Ich weiß, morgen bin ich wieder hier. Oder übermorgen. Bald jedenfalls.

Zwischen Wohnungswänden, im Keller mit den Jungen, an der Luft mit Hunden, die hier ihre Leben lassen. Die Hände der Jungs auf den Mündern der Kinder. Pssst, sei ruhig. Es ist alles ist in Ordnung. Es ist ok, auch wenn die Hunde bellen oder irgendeiner aus dem Fenster springt. Geh schon, Kleiner, spiel weiter, Mädchen. Und keine Angst. Die Hunde bellen nur.

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