Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

wandel der nacht

ich verstehe die nacht nicht
sehe gelöschte wolken über einer staubschicht
aus zwielicht genährt von großstadtneon
der impuls ist eindeutig: ein herz

fassen & gehen
da ein mond & die sterne & alles
erbleicht weil die stadt im vordergrund
farbe verstreicht jeden augenblick mit netzen verhängt

ich steige vorsichtig über geräusche hinweg
streife tagtemperaturen ab gleite durch
die straßen mir fehlt erde nur asphalt
unter den füßen & die halbe welt auf den beinen

Aus: Literaturzeitschrift "offenes feld" Nr. 4, Nov. 2015

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