Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

Steine und Federn

Ein nächtlicher Husten der durch
die Wände dringt und halt macht
vor den Betten in denen wir 
liegen noch immer Kinder oder
wieder mit gläsernen Augen wie
die unserer Teddys die wir ans
Herz drücken in Not und in Furcht
vor dem Dunkel das wir schlucken 

und das uns schluckt nein nein
nein das kann niemand verstehen
tagsüber haben wir Steine 
gesammelt am Fluss und in den
Wiesen Federn von Vögeln 
und nun dieser Husten der uns 
in die Nacht horchen lässt ich 
suche nach deiner Hand unter 

der Decke finde nur Federn und 
Steine wo bist du auf welchem 
Boot treibst du flussabwärts 
bunte Perlen aus Glas in der
Faust mehr hast du nicht bei
dir wenn du an Land gehst das
große Unbekannte zu besänftigen 
durch ihren matten Glanz

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