Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

pfauenabend

pfauenabend: das einmaleins des rads auf halbmast
die friedensflagge gehisst, entspannung der federn.
frisch verputzt, abgebröckelt von den fassaden, der hitzige staub
der tage, stellarklar nun das gefieder, wie die nacht, wenn sie in den see
gefallen ist. in zürich, wie in tokio, ist es immer der gleiche mond
der einen halbkreis aus licht über unsere köpfe zieht. in scheiben gesichelte
gedanken, klar beschienen, eingeweckt in gläser, mummelig verpackt wie
in einer schneekugel, die ein fünfjähriger Gott in händen hält und schüttelt:
neuordnung. wenn alles sich gesetzt hat, ein neues kaleidsokop aus
pfauenrädern

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