Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

Kondenskörper

Spann die Flügel über das Firmament der grünen Stadt
auf dem Gefieder der Vögel die den Norden
verlassen ist mein Name tätowiert …
Vissi de Arte! Vissi D, Amore!

Nichts hat sich verändert
außer die Summe der Distanz zwischen unseren Fingerspitzen
Der Regen schwemmt die Kreide unserer Kindertage fort,
Rot zu Blau
Blau zu Grau,
über uns sind die Wolken erwachsen geworden,
unsere Münder saugen an ihnen
vielleicht wäre es Zeit,
du weißt schon …
erwachsen zu werden
oder jung zu bleiben.im Staub des Vertiko.
 Flugangst, Ferne, ein Umkehrpunkt
auf der Landkarte deines Großvaters

Der Wind legt dir Blütenstaub auf die Zungenspitze,
Du schmeckst den Frühling, unseren Frühling
die Bitterkeit im Rachen
eine Distanz,
das Gespräch der Glühwürmchen in deinen Augen
ich rieche
den Rosenduft im Garten deiner Eltern…
er ist Heimat geworden, mit dir
und doch muss ich fort,
bis die Oliven die Entfernung
unserer Arme berechnen.

Es ist immer wieder Chopin
der uns die Tragik im Dreivierteltakt erklärt.

Die Scheidung der Körper
wir beginnen uns im Traum zu begleiten
zu bleiben
eine erklärbare Reihenfolge zu suchen
in die schwarze Zukunft hinein
wo niemand mit leeren Zungen
die Liebe erklärt

Die Gegenwart ist eine Sonne
über toskanischen Smaragddächern
jenseits der Fernlichtschranken
reichen die Arme aus
um uns zu begreifen?

Komm
lass uns balancieren
auf dieser Landschaft aus Träumen

Sagen wir
die Entfernung der Fenster
hinter denen wir alles sehen
und alles sein können

Sagen wir
Dieses süße Leben & Atemflocken
in der Luft

Sagen wir
an den Häusern der Wein
fremde Vögel und ihre Schwingen

Sagen wir
die Anatomie verschwitzer
Lippen an einem Frühsommertag

Sagen wir in den Himmel gebrannt,
Kondenskörper
die Hyroglyphen an der Innenseite deiner
Schenkel

Sagen wir,
die Welt hat kein Gewicht

bisher unveröffenlicht

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