Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

Tschwirka und Tschwirik führen ein Gespräch, während alles andere schläft

 

– Tschwirik, als wir uns mühten
um unser Licht, dass es das tagigste sei,
und die lichtreichsten Luftteilchen wählten
aus unserem Vorrat an Zeit,

wussten wir, Tschwirik, wussten wir nicht,
dass uns dieses Licht wie ein Kerker
einsperren würde, uns Kinder
der für uns veraltenden Welt.

– Meinst du nicht, Tschwirka, dass dieses Tempo
wie ein Schmetterling entfloh
dem sanften langsamen Mund,
um den Zeit-Rundschneider zu bremsen?

– Ich weiß nicht, Tschwirik, ich habe nur Angst,
dass ein Raureif von außerhalb der Zeit
dieses Licht nur nicht einem Staubregen gleich
fallen lässt in ein unerhörtes Tra-ra.

AUS: Von Tschwirik und Tschwirka, Übersetzung Elke Erb und Olga Martynova, Droschl Verlag 2012

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