Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

Auf offenem Feld (Walter)

ich, ich bin nur
ein endliches
hässlein ein
hase ohne gebiss
fahrt ihr fort !
führt verheerend genug
wer weiß wo wir wann wer
will wissen wo das alles hinführt führen
übers feld der hase wieder einmal dieses mal ein
mal am anderen mal nicht interessiert schaut häschenklein
schnell schockiert ob der observation: er ist alleine und alleine das
kennen wir schon heißt nicht einsam doch der blitzschlag
trifft ihn als erstes mehr nicht mehr nichts als eine
trockene hoffnung hoppelt und weiter weiß
nicht wo er hinsoll da hinten ist die
stadt auch nur illusion
gewordene
abstraktion hat da
schon genug davon auf die
autobahn zum sterben nicht genügend
jung geworden weil wir wissen es doch das joch untergrieb
den sohn er machte sich davon doch das grammophon spielte die
letzte scheibe am abend er lang am feuer es war ihm nicht ganz
geheuer was er für ein teures hohnleinchen zu zaubern
begann schon der gedanke am ende
neben der autobahn verenden den
kopf wenden ab ab ab ab
in die höhle in den
graben er ist er will
es wird schon sinn
haben alle
meine freunde
sind so fröhlich
findet hässlein
höhnisch

 

 

Ein Stück von Ralf Petersen wird uraufgeführt im Rahmen von „Poesie & Politik. IO Jahre Institut für Sprachkunst“ bei „Hebende Hand. Studierende machen Drama“, Gestaltung: Gerhild Steinbuch, Robert Woelfl, Natascha Gangl. Regie: Theresa Thomasberger, Besetzung TBA. 25.10, 20.00 Uhr, Turnhalle im Brick-5, Herklotzgasse 21, 1150 Wien. Freier Eintritt & freie Platzwahl.

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