Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

 

in der hintersten zeile eine mulde, ein allseits bekanntes revier, wo herdentiere fantasieren. nachmittags ein ufo, am abend ein hund. könnte, wäre man davon ausgegangen, am anfang etwas zu veranlassen, man das ende wuchern lassen? hommagen und marschmusik verneinen (den einzelnen takt: nicht). ich spreche oft, nicht immer, über alles. aber wenn’s doch schwarze quadrate sind? angenommen, die einzelnen testungen bezifferten tatsächlich einzelnes: kleiner, hektischer rausch. aber es gibt ja für alles maschinen zurzeit. danach erschöpfungszustand ähnlich einer vase. kleines, erschöpftes geschöpf aus ton (ach). bist nicht anders zugegen als wir. unterscheiden trotzdem beflissentlich. entschuldigung, ist das hier eine zuflucht? aufgefächert ganz groß, doch kantig genug. liebäugeln mit cremes. plüsch. wassermalfarben. winzigen pflanzen in meinem glas. nachts sucht das muldentier wie sandbeispiele ruhe, eine schummerbude, die hauptsächlich versickern lässt.

 

Saskia Warzecha liest im Rahmen von „Poesie & Politik. IO Jahre Institut für Sprachkunst“ bei „Fürstenspiegel Vol. 1-4“, Gestaltung: Frieda Paris. 25.10, 18.00 Uhr, Turnhalle im Brick-5, Herklotzgasse 21, 1150 Wien. Freier Eintritt & freie Platzwahl.

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