Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

in den teichen

wir bestehen ja aus unzählbar vielen teichen.
als hätte man das angelegt.
aber das ist schon richtig so, denn etwas wohnt in uns.
altfränkische weisheiten beschreiben das,
texte über heidelberg oder den körper im allgemeinen.

ob ich irre oder bin, kann ich nicht immer sagen.
ich kann sagen: es liegt an den teichen.
es sind die darin lebenden pflanzen und tiere.
es hat mal, sage ich, eine entropie stattgefunden.
vielleicht deshalb.

ich kann rauchen, spazieren im hasenpark.
ich kann in kneipen körnertorte essen:
dann diese dankbarkeit über existierende brösel.
die kommen den teichen zugute.

die fütterung sämtlicher fauna und flora ganz grob.
mauliges schnappen, flossen und bläschen,
dieses antratschen meiner hände.
füttern heißt macht, die löst sich in tausend teichen;
man kann die umgebung nicht von ihr trennen.

und wasser lässt sich bestens diskriminieren:
von einem selbst, anderen sowieso,
den werbeplakaten industriebesessener straßen.
dieses leichte brodeln von elementaren teichen,
wenn man neidisch ist, sich senkend
auf einen frosch im schilf, reiher, ein anderes haar.

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