Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Text des Tages

                                                                   die fernlenkung gibt es
                                                                   und die vögel.

                                                                   sang sie. oft. in diesen tagen.

das dröhnte aus den katakomben.
gabelstapler stapelten die toten.
schwarze kreuze auf weißem grund.
die abschiede versagt. vertagt. und dann.

und wie ich dir das du anbot
damit du es auf blüten streuen konntest
kurz vor der sommerzeit
the fuck is das dein ernst

wie wir uns dates versprachen
mittwoch nach dem lockdown
nach der rückkehr aus den quadern
aus beton und blumenschmuck

die tiere lagen übel zugerichtet
auf den ladeflächen und begriffen
hier nur: durst. härte. geschrei
den kalten atem ihres artgenossen

eine reibung die wie eis zersplitterte
ein bisschen knirschte auf
lärmoptimierendem asphalt.
sie trugen dieses echo aus

den düsenjägern
die jetzt wieder üben durften.
und wie ich deine hand suchte das kind
zu boden fiel kopfüber.

das reißen aus metall.
ich konnte unterm tiefflug
alle schrauben sehn den himmel
der in mindestens zwei stücke brach

der see ein stummer hüter
planvoll abgesoffner areale.
wie ich das kind aufnahm
in meine arme : seelennot

die frage heftig eingescannt
in dieses winzige gesicht
und wie die tretboote an fahrt aufnahmen
schwere besatzungen an formen leckend

dann schafften wir die letzte steigung
vor der serpentine. unser blick :
schrecklich erhaben. dieser sehr coole reflex.
lass uns mal demiurgen spielen

ich nehm vanille erdbeere und du?
und wie die nachbarn ihre routen checkten :
a b oder c. und wie sie in den kofferräumen
nur noch brauchbares verstauten.

den sound der fickrigen zikaden
ließen sie stehn. die glut
die in der nacht
das angstzentrum versehrt.

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